Bernard Allison


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Photos by Lisa Gray   

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Tourinfo

Es geht nichts über den den Sound eines Weltklasse-Bluesmannes, bei dem wieder Normalität einkehrt. Letzten Oktober, als Bernard Allison in die von ihm seit Langem geschätzten Bessie Blue Studios in Tennessee zurückkehrte, um dort von dem renommierten Produzenten Jim Gaines begrüßt zu werden, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, fühlte es sich an, als ob er zurück nach Hause käme.

Und als Allison die Amps anschmiss, die Band einzählte und mit der Aufnahme seines neuesten Studioalbums „Highs And Lows“ loslegte, fühlte sich alles richtig an. „Allein die Möglichkeit, nach der Pandemie wieder kreativ zu werden“, sagt er über diesen lang erwarteten Neuanfang, „war unglaublich.“

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Seit 56 Jahren ist Musik Bernard Allisons Lebensinhalt. Als jüngster Sohn des allseits vermissten Chicagoer Bandleaders Luther Allison war er von Geburt an ein Bluesmann, angezogen von dieser althergebrachten Musik, die tiefe Wunden zu heilen schien, und fasziniert von frühen Zusammentreffen mit Schwergewichten wie Muddy Waters, Albert King und Hound Dog Taylor.

Als Kind zwischen Florida und Illinois pendelnd, aber nie von seiner Gitarre getrennt, war er mit 12 selbst ein energiegeladener Gitarrist und mit 18 erwarb er sich umgehend Respekt als Bühnengast seines Vaters beim Chicago Blues Festival 1983.

               Eine Woche nach seinem Highschool-Abschluss verdiente Bernard sich seine Sporen als Mitglied von Koko Taylors Tourband Blues Machine – und blieb schließlich für den Großteil der 80er dabei. Gegen Ende der Dekade nahm er allerdings eine doppelte Identität an, indem er die Band seines Vaters leitete und für diese schrieb, während er zugleich an seiner Solokarriere arbeitete, die in Europa mit frühen Alben wie „The Next Generation“ (1990), „No Mercy“ (1994) und „Funkifino“ (1995) rasant an Fahrt gewann. „Mein Dad hat mir immer gesagt“, meint er zu seinem Talent, Blues mit Funk, Rock und R&B zu kombinieren, „lass dir kein Label aufdrücken, so wie sie es mit dem Chicago Blues bei mir getan haben.“

               Über seine erfolgreiche, drei Dekaden andauernde Karriere hinweg hat Bernard sicherlich die Höhepunkte ausgekostet. Frag ihn nur mal nach seinen Erinnerungen daran, wie er an seinem 16. Geburtstag mit Stevie Ray Vaughan gejammt hat („Er kontaktierte meine Mom und sagte, er und Double Trouble hätten nach der Show eine Überraschung für mich.“). Oder wie ihm der Texas-Tornado selbst eine Unterrichtsstunde gab („Johnny Winter sagte, ich solle mich hinsetzen, und brachte mir bei, wie man Slide in offenen Stimmungen spielt …“).

Aber selbst bei Tiefpunkten – wie dem Verlust von Luther, der 1997 an Krebs starb, als seine Karriere gerade wieder ein Hoch erreicht hatte – hat Bernard den Umständen getrotzt. Sein Soloalbum aus jenem Jahr, „Keepin’ The Blues Alive“, hätte zugleich Ausdruck seiner Mission sein können, und Bernard hat das letzte Vierteljahrhundert damit verbracht, zum einen seinen Vater zu ehren und zum anderen während einer florierenden Solokarriere seine eigene Stimme zu erkunden, so etwa mit dem von der Kritik gefeierten „Let It Go“ von 2018. „Dieses Album“, merkte Blues Rock Review an, „zeigt seine meisterliche Beherrschung des Blues.“

               Mit der Veröffentlichung von „Highs And Lows“ auf Ruf Records im Februar 2022 macht Bernard in diesem Bestreben weiter, indem er das Erbe seines Vaters mit zwei von dessen Klassikern – „Gave It All“ und „Now You Got It“ – würdigt und neun neue Eigenkompositionen im Angebot hat, die er entweder allein oder zusammen mit einem engen Kreis von Vertrauten geschrieben hat.

Jim Gaines braucht man sicherlich nicht mehr vorzustellen: Diese Produzentenlegende hat bei Platten von Stars wie Huey Lewis oder Santana Regie geführt, nicht zu vergessen seine Arbeit mit Luther oder seine Rolle beim Zustandekommen von vier von Bernards früheren Alben („Times Are Changing“, „Across The Water“, „Let It Go“, und „Songs From The Road“). Doch während Gaines’ Ohr von unschätzbarem Wert für „Highs And Lows“ war, war die Atmosphäre, die bei den Sessions aufgrund seiner engen Beziehung zu Bernard und der Band herrschte, nicht weniger bedeutsam.

„Mit Jim Gaines aufzunehmen, ist immer eine Ehre und das größte Highlight jeder Session“, sagt Bernard. „Er ist Teil der Allison-Familie, durch die Beziehung zu meinem Vater und vielfältige Aufnahmen mit uns beiden. Wir haben viel Spaß, wenn wir Dinge miteinander entwickeln. Mit dabei waren auch George Moye am Bass und Dylan Salfer an der Gitarre aus meiner Tourband. Toby Lee Marshall spielte Keyboards auf einigen Tracks, zusammen mit dem fantastischen Sessiondrummer Steve Potts, der auch auf Aufnahmen meines Vaters mitwirkte. Mein Saxofonist José James war an ein paar Songs beteiligt, während mein Patenonkel Bobby Rush Gastmusiker bei ‚Hustler‘ war und mein langjähriger kanadischer Freund Colin James bei ‚My Way Or The Highway‘. Wir alle genießen es, Musik im Team zu machen.“

Diesen Kameradschaftsgeist kann man „Highs And Lows“ anhören: einer Platte, die musikalisches Können mit Songs verbindet, die als Soundtrack zu all dem geschrieben wurden, was das Leben einem Menschen antun kann, im Guten wie im Schlechten. Versuche es mal mit dem unwiderstehlichen Groove von „Hustler“, einem von Bernard zusammen mit Andrew Thomas geschriebenen Funk-Kleinod, dessen Horn-und-Harp-Groove an den stolzierenden Gang des Titelcharakters erinnert („Ich bin von Natur aus ein Gauner“, singt er, „das liegt mir im Blut.“). Oder das meisterhafte „Last Night“ mit seinem Wechsel vom Upbeat-Tempo hin zu einem traurigen Slowblues, mit dem die wechselnde Gemütslage eines Mannes eingefangen wird, den seine Frau an der Nase herumführt.

Was das Titelstück angeht, sagt Bernard, es spreche für all diejenigen, die die Achterbahn des Lebens ratlos macht: „Sie sind ein Teil des Lebens, die Ups und Downs, mit denen jeder zu tun hat.“

Nun, mit einem neuen Album mit exzellentem Songmaterial für die Tour im neuen Jahr im Gepäck, geht es für Bernard Allison wieder aufwärts – und der Mann kann es nicht erwarten, in seine natürliche Umgebung zurückzukehren. „Der Song ‚So Excited‘ handelt im Grunde genommen von der Begeisterung darüber, wieder zurück auf der Straße sein zu können“, sagt er. „Ich denke, jeder kann das nachempfinden.“